Öffentlicher Raum

Bahnhofsvorplatz

Ich-und-Du / pixelio.de

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Wem gehört die Stadt?

Straßen und Plätze, Parkanlagen und das Rheinufer. All das ist öffentlicher Raum, den wir tagtäglich für die verschiedensten Zwecke in Anspruch nehmen. Wir nutzen die Straßen und Wege um von A nach B zu kommen. Wir verweilen auf Plätzen oder grillen am Aachener Weiher. Wir skaten im Rheinauhafen oder klönen auf den Poller Wiesen. Und wir alle befinden und begegnen uns dabei im öffentlichen Raum, dem Stadtraum für alle – ob jung oder alt, arm oder reich.

Attraktiv muss er sein!

Brunnen auf dem Ebertplatz

wikipedia / CC BY 3.0

Zweifelsohne ist Köln nicht mit den schönsten Plätzen gesegnet. Regelmäßig landen Barbarossa- oder Ebertplatz auf der Liste der hässlichsten Orte weit oben und auch der Deutzer Bahnhof hat die Saure Zitrone nicht zu Unrecht erhalten. Von daher ist es gut, dass im Rahmen des Masterplans nun der Ebertplatz aufgewertet und ein Platz mit großer Aufenthaltsqualität werden soll.

Denn nur, wo sich die Menschen  gerne aufhalten, entstehen auch Orte, die als Begegnungsräume angenommen werden. Orte, an denen man sich sicher fühlt und an denen Videoüberwachung nicht nötig ist. Attraktiv muss hierbei aber mehr heißen, als eine schöne Pflasterung, Bäume und Blümchen! Auch Graffitti und andere Formen der Kunst brauchen ihren Platz in der Stadt.

Ohne Konsumzwang und Verbote!

Thomas Max Müller  / pixelio.de

Thomas Max Müller / pixelio.de

Doch eine Attraktivierung darf nicht mit einer Privatisierung einhergehen. So muss öffentlicher Raum auch immer öffentlich bleiben und allen ermöglichen, sich dort aufzuhalten. So gilt in Einkaufszentren oft eine private Hausordnung, bei der es untersagt werden kann, sich “einfach so” dort aufuzhalten ohne einzukaufen. Ebenso muss es weiterhin möglich bleiben, sich in der Stadt hinzusetzen, ohne in einem Café oder der Außengastronomie von Restaurants zu konsumieren.

Das Wegbier hingegen ist aus Köln nicht mehr wegzudenken und so darf es ebensowenig ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen geben wie auch ein Grillverbot in den Parks nicht sinnvoll ist. Wenn alle hinter sich aufräumen und an die AnwohnerInnen denken, bleibt auch im Sommer die Straße oder der Park immer noch der beste Ort, um sich aufzuhalten.

Barrierefrei!

Damit auch wirklich alle teilhaben können am Leben im öffentlichen Raum, ist es notwendig, dass Barrieren so weit es geht abgebaut werden.

Barrierefreiheit

Albrecht E. Arnold / pixelio.de

So sind es oft kleine Dinge, die Menschen mit Handicap die Fortbewegung erschweren, wie zum Beispiel nicht abgesenkte Bordsteine oder fehlende Leitstreifen . Hier muss bei Neu- und Umgestaltungen die Barrierefreiheit immer mitgedacht und mitgeplant werden. Denn Barrierefreiheit ist zwar nur für einen kleinen Teil unserer Gesellschaft wirklich nötig, aber alle haben etwas davon!

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